LIFE Lebensraumtypen

Bevor die Rhön von Menschen besiedelt wurden, waren die Berge und Hügel ausschließlich von Buchenwäldern bedeckt. Im Laufe der Zeit zogen Menschen in die Rhön und rodeten die Wälder für ihre Siedlungen, nutzten sie als Quelle für Baumaterialien und Weiden für ihre Tiere.

Die Bauern waren eng an die ihnen gegebenen Bedingungen gebunden. So waren hochgelegene Flächen zum Beispiel schwer zugänglich und die Mahd mühselig. Auch der Ertrag blieb trotz später Ernte nur niedrig, auf feuchten Wiesen war man zudem stark von einer guten Witterung abhängig. Viele Flächen waren mit Blöcken durchsetzt und wurden deswegen nur beweidet. Durch die Nutzung entwickelte sich „Buchonien“ im Laufe der Zeit zum „Land der offenen Ferne“ mit einem vielfältigen Mosaik von Lebensraumtypen des Offenlandes.

Die Mähwiesen, Kalkmagerrasen und Borstgrasrasen sind Ergebnisse einer wenig intensiven Bewirtschaftung, mit seltenen Mahden und geringer oder gar keiner Düngung. Auf ihnen finden sich viele verschieden Pflanzen und Tiere, die sich an diese Bedingungen angepasst haben.

Heute sind die traditionellen Methoden für die Landwirte nicht mehr wirtschaftlich. Um bei dem hohen Konkurrenzdruck keine Verluste zu machen, müssen sie die Flächen intensiver nutzen. An anderen Orten geben sie die Nutzung auf, da sie dort nicht genug Gewinn erzielen können. So verschwinden heute immer mehr dieser seltenen Lebensraumtypen und mit ihnen die dort lebenden Arten.

Im LIFE-Projekt sollen nun neue Methoden erprobt werden, um diese seltenen Räume gemeinsam mit den Landwirten zu erhalten.

Buchenwaldkernzone Hohe Hölle - Foto: Arnulf Müller

Land der offenen Fernen - Foto: Arnulf Müller

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren