Hutungen

Die heutige Landschaft der Rhön ist das Ergebnis einer Jahrtausende langen Entwicklung durch Nutzungen des Menschen.
Ursprünglich erstreckten sich weit über die Rhön hinaus weitläufige Buchenwälder, weswegen die Fuldaer Mönche das Land als „Buchonien“ bezeichneten. Insgesamt war die Hohe Rhön bis zu dieser Zeit kaum besiedelt.

Erst zwischen 1000 und 1300 n. Chr. wurden dann weite Teile dieser großen Wälder gerodet oder als Waldweide verwendet. Während die Bewohner die großen Bäume entfernten, verhinderte das Vieh den Nachwuchs von jungen Gehölze. Einige Bäume, wie etwa Eiche oder Buche, ließen die Nutzer jedoch bewusst im Wald stehen, um die Frucht oder das Laub und die Zweige für die Tiere als Futter oder Einstreu zu erhalten. Aus „Buchonien“ wurde das „Land der offenen Fernen“.

Vor allem in den Hochlagen wurden die entstandenen Flächen aufgrund ihrer geringen Erträge und der erschwerten Zugänglichkeit weiterhin als Weiden genutzt, auf denen Schäfer die Tiere des Dorfes hüteten. So entstanden die Hutungen mit ihren mageren Wiesen und den großen, einzelnstehenden Bäumen, die jahrhundertelang den Bewohnern als Weideflächen dienten.
Inzwischen sind die Hutungen jedoch oft verbuscht, denn auf ihnen stehen nicht mehr nur die alten Bäume, sondern auch viele junge Sträucher. Diese Entwicklung tritt ein, wenn die Flächen nicht mehr beweidet werden, denn heute ist diese Art der Nutzung für viele Betriebe nicht mehr wirtschaftlich genug, da sie mit einem sehr hohen Aufwand verbunden ist. Durch diese Aufgabe verbrachen heute in der Rhön viele Flächen.

Im LIFE-Projekt sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, die die Bewirtschaftung der Hutungen erleichtern, um diese für Vögel und Pflanzen wichtigen Flächen wieder zu optimieren.

Verbuschte Hute - Foto: Archiv LIFE

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